Thomas Ratzke nimmt am TUMMS Programm 2017 teil - ein Erfahrungsbericht

Wenn man den Begriff TUMMS hört fragt man sich wohl erst einmal, was das ist. So ging es auch mir, als mich Herr Ried auf dieses Programm aufmerksam machte. TUMMS bedeutet „Technische Universität München Mathematik Stipendium“ und es verbirgt sich ein fünftägiger Aufenthalt während der Pfingstferien in München dahinter, der von der Technischen Universität München jedes Jahr für ca. 30 Schüler finanziert wird, um die TUM näher kennenzulernen.

Ich bewarb mich schließlich, doch erwartete eigentlich eh nicht, angenommen zu werden. Anders als gedacht erhielt ich dann eine Zusage und war nun verunsichert, ob ich mich mit den anderen Schülern dort wirklich verstehen werde und ob mir das wirklich Spaß machen wird. Im Nachhinein waren meine Zweifel komplett überflüssig.

Bereits bei der Hinfahrt mit dem Zug lernte ich ein paar Teilnehmer kennen und wusste ab da, dass es auf jeden Fall richtig war, mich zu bewerben. Nachdem dann langsam alle ihre Zimmer bezogen haben, fuhren wir alle zusammen mit der S-Bahn zum Universitätsgebäude. Dort wurden wir vom Dekan der Fakultät für Mathematik begrüßt und hatten im Anschluss noch einen gemütlichen Kennenlernabend.

Am zweiten Tag ging es dann ins Forschungszentrum in Garching, wo auch die Mathematikvorlesungen stattfinden. Ein Professor hielt uns einen Vortrag zum Thema „Unmögliche Kachelungen“. Nachmittags erhielten wir eine Einführung in die Software „R“, die zur Analyse von Daten und zum Erstellen von Statistiken verwendet wird. Danach waren wir im „ix-quadrat“, einer kleinen Ausstellung an der TUM mit vielen interessanten mathematischen Problemen und Spielereien. Nach dem Abendessen besuchten wir eine Privatvorführung in einem Kino, wo wir den Film „Hidden Figures“ angesehen haben.

Am dritten Tag ging es dann wieder nach Garching in eine Vorlesung aus Analysis II, die uns alle etwas abschreckte, aber durch die man einen Einblick erhielt, wie eine Vorlesung grundsätzlich abläuft und welcher Anspruch einen an der Uni erwartet. Nach dem Mittagessen waren wir an Ständen von Mathematikstudenten, die sich auf den Bereich Optimierung spezialisiert haben und konnten dort oft auch selbst in vereinfachten Modellen ausprobieren, wobei die Schwierigkeit der untersuchten Probleme liegt. Daraufhin machten wir eine Stadtrallye mit verschiedenen kniffligen Rätseln durch München, die zum Abendessen im Augustiner Keller endete.

Nun war auch schon der Vorletzte Tag gekommen, der für den Wettbewerb „Matboj“ vorgesehen war. Hierbei wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt, in denen wir Aufgaben lösten, die wir dann vor einer Jury gegenseitig vorgetragen haben. Abends gab es dann im obersten Geschoss des Gebäudes bei sehr guter Aussicht über das Forschungszentrum Garching Abendessen und wir wurden sogar noch mit zwei Eisbomben als Dessert überrascht.

Leider stand dann schon wieder die Heimreise an. Abschließend bekamen wir am Vormittag in einem interessanten Vortrag noch einige Studieninformationen zum Fach Mathematik und erfuhren von drei ehemaligen Studenten, was diese nun nach dem Mathematikstudium machen. Danach gab es zum Mittagessen ein leckeres Buffet mit den verschiedensten Speisen, worauf sich die Gruppe nach und nach auflöste und die Heimfahrt antrat.

Die Zeit außerhalb des Programms stand uns komplett zur freien Verfügung, sodass wir jeden Abend noch bis spät in der Nacht in München unterwegs waren. Ich kann eigentlich nur noch sagen, dass ich sofort wieder am TUMMS teilnehmen würde und ich jedem, der am Studiengang Mathematik interessiert ist, empfehlen kann, sich auch zu bewerben. Es waren auch einige dabei, die vorher noch nichts mit Mathematik außerhalb der Schule zu tun hatten, also ist das kein Grund, vor einer Bewerbung zu scheuen- schließlich kann man so auch gut den ersten Schritt wagen. Abschließend lässt sich sagen, dass mir einige Einblicke in ein Mathematikstudium an der Technischen Universität München geboten wurden und ich viele nette Leute kennenlernte.

Ich möchte Herr Ried und Herr Dr. Meyer ganz besonders dafür danken, dass ich dank ihnen eine so tolle Zeit in München verbringen durfte.

Thomas Ratzke